EinWeg mit Pfand für den Ressourcenschutz

Hohe Recyclingquote und geringerer Rohstoffeinsatz schützen natürliche Ressourcen

Durch die Schließung des Wertstoffkreislaufs ist EinWeg mit Pfand zu einem wertvollen Rohstoffreservoir geworden.

  • Mit einem nahezu vollständigen Rücklauf sowie erhöhten Rezyklatanteilen trägt EinWeg mit Pfand wesentlich zur Ressourceneffizienz in Deutschland bei
  • Unter Berücksichtigung aller Erfassungs- und Verwertungswege (Gelber Sack, Rückgewinnung aus Restmüll, etc.) ergibt sich eine werkstoffliche Verwertungsquote von 99,7 Prozent für Weißblech-Getränkedosen und 98,9 Prozent für Aluminium-Getränkedosen1
  • 97,9 Prozent2 der EinWeg PET-Flaschen mit Pfand werden recycelt

Der Abfall wurde somit auf ein Minimum reduziert, sodass keine Ressourcen verschwendet werden.

Die Schließung des Wertstoffkreislaufs konnte nicht nur zu quantitativen Erfolgen beitragen, sondern begünstigt darüber hinaus ein sortenreines Recycling und somit eine hohe Qualität des Recyclingmaterials. Die Materialien können ohne Qualitätsverlust in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Recyclingquoten bei EinWeg mit Pfand
Verwertungsquoten von EinWeg mit Pfand / © GVM

Einsparung von wertvollen Rohstoffen und Energie

  • In 2015 betrug der Rezyklatanteil in Deutschland im Schnitt 28,5 Prozent bei Einwegflaschen mit Pfand3. Hersteller und Wissenschaftler rechnen mit einem starken Anstieg dieser Quote in den kommenden Jahren. 
  • Zudem verringerte sich das durchschnittliche Packmittelgewicht bei Einweg-Kunststoff-Flaschen in den letzten 12 Jahren um 16 Prozent4
  • Bei Getränkedosen reduzierte sich das durchschnittliche Packmittelgewicht in den letzten 12 Jahren um 11 Prozent5

Senkung des Packmittelverbrauchs

Durch den vermehrten Griff des Verbrauchers hin zum EinWeg mit Pfand und durch die Senkung des durchschnittlichen Packmittelgewichts konnte der Packmittelverbrauch deutlich verringert werden. Dadurch konnten von 2002 bis 2013 insgesamt 38 Prozent (588.000 Tonnen)6 eingespart werden, obwohl im gleichen Zeitraum jeder Verbraucher pro Jahr durchschnittlich 1,3 Liter7 mehr Flüssigkeit zu sich nahm.

Um 588.000 Tonnen Packmittel wiederum zu transportieren, werden 235.200 LKWs benötigt. Würden sich diese alle auf einmal auf den Weg machen, wäre die Strecke von Hamburg nach Ulm – und wieder zurück - blockiert. Somit reduziert Einweg auch das LKW Aufkommen auf Deutschlands Straßen.

Die konsequente Weiterentwicklung des Recyclingprinzips in der Stofferfassung, der Verwertung und im Materialeinsatz sowie die stetige Optimierung der Prozesse zur Schließung des Wertstoffkreislaufs tragen entscheidend zur Ressourceneffizienz von EinWeg mit Pfand bei. Unser Ziel ist es, den Rohstoff- und Energieeinsatz kontinuierlich zu verbessern und damit unsere natürlichen Ressourcen zu schützen.

Reduzierung des Packmittelverbrauchs

Quellenangaben

1 Werkstoffliche Verwertung pfandpflichtiger Getränkedosen, herausgegeben von: GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, Mainz April 2017

2 Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2015, herausgegeben von: GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, Mainz September 2016, S. 30

3 Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2015, herausgegeben von: GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, Mainz September 2016, S. 32

4 Verbrauch von Einweg-Getränkeverpackungen (Kunststoffflaschen und Getränkedosen) im Kontext von Vermeidung und Verwertung (2002-2013), herausgegeben von: GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, Mainz Juni 2015. S. 17

5 ebd.

6 GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, a.a.O. S. 14,15

7 GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, a.a.O. S. 11

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