Flaschen- und Dosenpfand

In Deutschland wurde im Jahr 2003 die Pfandpflicht für Mineralwasser, Bier und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke eingeführt. Mit der am 28. Mai 2005 in Kraft getretenen Dritten Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung wurde die seit 2003 wirksame Pfandpflicht auf alle Einweggetränkeverpackungen ausgeweitet.

Einführung des Flaschen- und Dosenpfands

Flaschen- und Dosenpfand
  • Das Dosen- und Flaschenpfand gilt für bierhaltige Getränke einschließlich Biermischgetränke, alle Wässer, Erfrischungsgetränke mit und ohne Kohlensäure und alkoholhaltige Mischgetränke

  • EinWeg mit Pfand kann vom Verbraucher überall dort zurückgegeben werden, wo pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen verkauft werden

  • EinWeg mit Pfand muss vom Vertreiber zurückgenommen und das Pflichtpfand muss erstattet werden

  • EinWeg mit Pfand muss deutlich lesbar gekennzeichnet werden

Einführung des Flaschen- und Dosenpfands

EinWeg mit Pfand ist seit der Einführung im Januar 2003 eine Erfolgsgeschichte. Es hat sich seitdem zu einem anerkannten System eines erfolgreichen und effizienten Wertstoffkreislaufs etabliert. Die Einführung sollte folgende Ziele erreichen:

Vermeidung von Littering

Aufbau einer Kreislaufwirtschaft

Stabilisierung der Mehrwegquote

Letzteres ist nicht eingetreten, da die Verbraucher die Vorteile vom EinWeg mit Pfand erkannt haben. Nahezu alle Einweggetränkeverpackungen werden effizient in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt – dies leistet einen erheblichen Beitrag zur Abfallvermeidung.

Novellierung der Verpackungsverordnung

Mit der 1991 eingeführten Verpackungsverordnung soll der Verpackungsmüll reduziert werden. Gleichzeitig werden Hersteller mit in die Verantwortung genommen, um zur Entsorgung des Verpackungsmülls mitbeizutragen. Im Sommer 2003 beschließt die Bundesregierung die Novellierung der Verpackungsverordnung. Damit soll Pfand auf „ökologisch nachteilige“ Einweggetränkeverpackungen erhoben werden. Es wird jedoch nicht genau definiert, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um als „ökologisch vorteilhaft“ zu gelten und damit gleichzeitig pfandbefreit zu sein. EinWeg mit Pfand kann zu diesem Zeitpunkt auch nur dort zurückgegeben werden, wo es gekauft wurde.

Im Oktober 2004 stimmt der Bundesrat der Neuregelung des Einwegpfandes zu. Das Flaschen- und Dosenpfand wird in §9 der Verpackungsverordnung einheitlich für alle Einweggetränkeverpackungen in Höhe von 25 Cent festgelegt. Im Mehrwegsystem beträgt das Pfand hingegen zwischen 8 und 15 Cent.

Im Mai 2006 tritt die neue Verpackungsverordnung in Kraft. Verbraucher können nun bepfandete PET-Flaschen und Dosen überall dort zurückgeben, wo sie verkauft werden.