EinWeg Dose mit Pfand

Der Zyklus einer bepfandeten Aluminium-Getränkedose im Wertstoffkreislauf kann gerade einmal 60 Tage betragen, um aus einer gebrauchten Dose eine neue zu machen. In diesen zwei Monaten wandert die Getränkedose vom Handel zum Verbraucher und über das Pfandsystem wieder zurück über die Recyclinganlage zum Abfüller und schlussendlich wieder in den Verkauf.


Zu Ballen gepresste Dosen
Phase 1

Im Handel

Nach Rückgabe durch den Verbraucher über den Pfandautomaten werden die Dosen anschließend nach Stahl und Aluminium sortiert und zu Ballen gepresst. Dadurch reduziert sich das Volumen und sie können somit effizient zur Recyclinganlage transportiert werden.


Phase 2

Zerkleinern der Dosen

Die zu Ballen gepressten Aluminiumdosen werden zerkleinert. Die so entstandenen Aluminiumstücke werden anschließend mit einem Magneten von letzten möglicherweise vorhandenen Eisenresten befreit.


Phase 3

Entlacken und Einschmelzen

In Phase 3 werden die Dosen mit Hilfe von Heißluft entlackt und anschließend im Ofen eingeschmolzen. Damit die Stücke schneller schmelzen und nicht oxidieren, werden sie im Ofen durch einen Strudel von flüssigem Metall untergerührt. So wird der Energieverbrauch minimiert und die Schmelzausbeute ist optimal.


Phase 4

Barrenguss

Das flüssige Metall im Recyclingofen wird zu sogenannten Walzbarren gegossen: tonnenschwere Metallblöcke, die im Walzwerk anschließend zu Blechen und Bändern ausgewalzt werden. Sollen wieder neue Dosen entstehen, so kann das Metall aus dem Recycling direkt verwendet werden. Es ist genauso gut wie frisch produziertes Hüttenaluminium. Werden andere Produkte wie etwa Autobleche produziert, so werden dem Metall aus den leeren Dosen noch kleine Mengen an anderen Metallen hinzugefügt, um so Eigenschaften wie Festigkeit, Umformbarkeit etc. gezielt einzustellen.


Phase 5

Im Walzwerk

Nachdem der Aluminiumblock, der im Übrigen aus bis zu zwei Millionen Dosen bestehen kann, fest geworden ist, wird er im Walzwerk wieder zu Blech ausgewalzt. Aus diesem Blech können die Dosenhersteller dann neue Getränkedosen fertigen – der Kreislauf ist geschlossen, kein einziges Gramm Metall ist verloren gegangen.